Ein politischer Umschwung, das Ende des Sozialismus, erleichterte die bürokratischen Hürden, so daß Carsten Schmidt nach "nur" zweiwöchigen Behördengängen sein Abenteuer beginnen konnte. Fünf Wochen ging er allein, sein 50 kg schweres Gepäck auf dem Rücken, die Machete in der Hand, durch Urwald und Sumpfgebiet des Nördlichen Kongo. Offen für neue Erfahrungen erlebte er die unberührte Natur mit all ihren Freiheiten und Schönheiten. Sehr bald zeigte sich aber auch die andere Seite: Ein wütender Gorilla stürzte sich auf den Abenteurer, allesfressende Treiberameisen kreuzten seinen Weg; ein Skorpion und eine giftspritzende Spinne fanden sich im Gepäck und Termiten fraßen den Rucksack.  Die Naturgewalten wurden wie in Urzeiten zur existentiellen Bedrohung: Ein Gewitter bedeutete nicht einfach nur naß zu werden: Die Blitze sowie umstürzende Riesenbäume bedeuteten eine beständige Gefahr. Und so lebte Carsten Schmidt die Abhängigkeit des Menschen von der Natur, seine Winzigkeit und Verletzlichkeit und begriff, dass jeder Tag Leben ein großartiges Geschenk ist..

Eine Schußverletzung erzwang schließlich eine Unterbrechung der Reise. Was in Deutschland kaum der Rede wert gewesen wäre bedeutet im Urwald leicht den Tod. Es war eine höllische Wanderung durch das unberührte Paradies. Noch unberührt, denn die Maschinen der Holzfäller folgten ihm und lassen befürchten, daß ein solches Abenteuer nur noch wenigen Menschen vergönnt sein wird.

Mit viel Humor berichtet Carsten Schmidt von seinem größten Abenteuer, das für ihn wochenlanger "Alltag" wurde. Gerade die Erlebnisse dieses "Alltags" und die plastische Schilderung vielfältiger Mißgeschicke machen die Reise für den Zuschauer interessant und hautnah nachvollziehbar. (Nun ja, das hautnahe Erlebnis von Zecken, Moskitos, Stechfliegen usw. bleiben dem Zuschauer dann doch erspart; man möchte es mit der Authentizität dann doch nicht übertreiben...)

300 Dias, unter extrem schwierigen Bedingungen entstanden, werden in Überblendtechnik gezeigt und teilweise mit Musik unterlegt. Videoeinblendungen sowie Original-Tondokumente lassen das Gefühl aufkommen, die Erlebnisse mit Carsten Schmidt wirklich zu teilen.    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Schuhe müssen noch halten....

 

 Der Alltag: Lästige Fliegen         

 

Tanz in Brazzaville; im Vortrag als Video

 

 

 

 

Lehrerzimmer einer Schule in Brazzaville